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Ihr Event in einer echten Kirche * Konzept * Das liebe Geld * Termine & Infos

Konzept

1. Formal

Eigentümer der Kreuzeskirche ist der Bauunternehmer Rainer Alt als neutrale Privatperson, die das Bauwerk mit riesigem Engagement betreut, aber zu 100% vermietet hat:

  • 40% Kirche: Die Kreuzeskirche bleibt Gottesdienststätte der Altstadt-Gemeinde mit Feiern von Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen, Amtshandlungen, Andachten, Schulgottesdiensten etc.

  • 40% Kultur: Das Forum Kreuzeskirche e.V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Altstadt-Gemeinde Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Nachbarschaftstreffen (Veranstaltungen sind gemeinnützig nicht gewinnorientiert).

  • 20% Neutral & Kommerz: Das Unperfekthaus (ein vielfach ausgezeichnetes benachbartes Künstler-, Gründer- und Kreativzentrum) nutzt die Kirche für Geburtstage, Hochzeiten, Konferenzen, Betriebsfeiern usw. und vermietet (in einer zweiten Stufe später einmal) Vitrinen („Memorabilium“), in denen ganz normale Menschen Erinnerungsstücke an Verstorbene ausstellen können. Zum Beispiel das Buch, das Opa so gern gelesen hat, seine Brille,... Die Vitrinen können verdunkelt werden, falls sie bei bestimmten Nutzungen stören.

Der kommerzielle Nutzer "Unperfekthaus" übernimmt die gesamten Kosten des Innenausbaus, Technik usw. und trägt damit weit mehr als seinen Anteil der Kosten. Dennoch bin ich sicher, dass dieses Konzept auch einer Steuerprüfung stand halten wird, denn es ist auch unter Gewinn­erzielungsabsicht logisch: Die kommerziell interessanten Tage "Freitag & Samstag" stehen weitestgehend dem kommerziellen Nutzer zur Verfügung, die anderen Tage sind eh für kommerzielle Nutzung wenig interessant. Und dadurch, dass diese nicht kommerziell interessanten Tage an gemeinnützige Nutzer abgegeben werden, reduzieren sich Miete und Nebenkosten für den kommerziellen Mieter, und die gemeinnützigen Partner bekommen erstklassige Räume zu kleinsten Kosten. Beide Seiten profitieren mustergültig, und die Quelle der Vorteile liegt nicht darin, dass irgendwer Nachteile hat (das wäre ein Nullsummenspiel), sondern in einer intensiveren Nutzung des Bauwerks.

2. Inhaltlich

Vorab: Ich bin kein Theologe. Das hier beschriebene Konzept wurde aber in unzähligen Gesprächen mit Theologen, dem zuständigen Presbyterium und der Landeskirche ausgiebig erörtert und fand regelrecht Begeisterung:

Die Kreuzeskirche wird zu einem gastfreundlichen Ort
der Achtung und Wertschätzung auch für Teile der Gesellschaft,
die keine Beziehung zur evangelischen Kirche haben.

Eigentlich ist dies schon lange ein wunderschönes Charakteristikum der evangelischen Kirche. Doch in ihren Gebäuden sind Pfarrer und Presbyterium ("P") allem übergeordnet:

hierarchische Struktur

Und das ist ein Problem für einen sehr groß gewordenen Teil der Gesellschaft. Man ist christlichem Denken gar nicht fern, will aber nicht „Pfarrer und Presbyterium unter­geordnet“ sein.

In der Kreuzeskirche soll der Versuch gewagt werden, sich NICHT zurückzuziehen, sobald ein Kirchengebäude auch anderweitig genutzt wird, sondern kirchliche gleichberechtigt neben andere Nutzungen zu stellen:


gleichberechtigt

Wie in allen Veranstaltungszentren dieser Welt üblich, finden die Nutzungen getrennt voneinander statt. Die Tatsache, dass Sonntags ein evangelischer Gottesdienst stattfindet, bedeutet nicht, dass die Rede, die der Wissenschaftler Dienstags hält, einen Bezug zum Christentum hat – sie kann auch kritisch dazu sein (aber nicht feindlich, siehe unten). Und die Betriebsfeier, die Samstags im Kirchengebäude läuft, findet ebenfalls nicht mit dem Segen der evangelischen Kirche statt, sondern völlig unabhängig davon. ABER: Man begegnet sich in aller Verschiedenheit in der Nutzung des gleichen Gebäudes und erlebt den christlichen Glauben unaufdringlich auf unglaublich schöne Art:

„Zu Gast bei Kirche“ ist das Motto,
und das meint die offene, tolerante Gastfreundschaft
wie sie in westlichen Ländern üblich ist.

Die Kirchenfeindlichkeitsklausel, mit der sich die Kirche in Verkaufsverträgen kirchlicher Gebäude bisher nur selbst schützt, wird dabei übrigens viel universeller gelebt, als bisher formuliert: „Verboten ist nicht nur das, was gegen die evangelische Kirche gerichtet ist, sondern alles, was gegen Andersdenkende im Allgemeinen gerichtet ist!“ Ich empfehle sehr ernsthaft, die Kirchenfeindlichkeitsklausel in diesem Sinne allgemein abzuändern und nicht nur feindliche Handlungen gegen die evangelische Kirche, sondern feindliche Handlungen ganz allgemein zu verbieten!

„Du darfst nicht nur mir keine Ohrfeige geben,
Du darfst auch anderen keine Ohrfeige geben!“

Genau dieses Denken ist m.E. schon lange eine der ganz großen Errungenschaften der evangelischen Kirche. Mit dem „Modell Kreuzeskirche“ wird hoffentlich das, was eh' schon lange gelebt wird, auch an einem Ort räumlich permanent erlebbar. Ein m.E. kleiner Schritt mit vermutlich enormen Auswirkungen: Ich glaube, dass dieses Sich-Einbetten, Sich-Nicht-Absolut-Setzen, sich nicht in den geschützten Raum von nur-kirchlicher Nutzung zurückzuziehen ein enorm starkes Zeichen in unserer zunehmend kritischen und individualistischen Gesellschaft ist. Man wird Menschen erreichen, die bisher einen Bogen um die Kirche machen. In der Kreuzeskirche wird evangelischer Glauben als unglaublich attraktives Modell sichtbar!

Und wenn man bedenkt, dass Offenheit, Toleranz und Vielfalt, heute immer häufiger die Grundlagen auch von wirtschaftlichen Megaerfolgen (Internet, Google, Facebook, Twitter,...) sind, dann glaube ich, dass unser Modell sehr auf dem richtigen Weg ist und in vielerlei Hinsicht große Bedeutung haben kann.

Essen, den 14.12.13

Reinhard Wiesemann
(Gründer des www.unperfekthaus.de)

Kreuzeskirche, Essen

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Die Essener Kreuzeskirche gibt einem Stadtviertel in der nördlichen Innenstadt seinen Namen, das von einer dynamischen, viel beachteten Entwicklung geprägt ist. Im Kreuzeskirchviertel entsteht in unmittelbarer Nähe zur Essener Innenstadt und zum Universitätsviertel ein komplett neues Quartier mit Wohnungen, Büros, einer Kita und einem Café. Das Kreuzeskirchviertel ist zentraler Bestandteil des Kreativ.Quartiers City Nord, das mit einer Vielzahl aufsehenerregender Projekte für kreative Stadtentwicklung steht.

Bundesweitig einzigartig wird die Kreuzeskirche nach ihrer aktuellen Renovierung durch ihre multifunktionale Nutzungskonzeption. Sie ist gleichzeitig Gemeinde- und Universitätskirche, Konzertsaal und professionell nutzbarer Veranstaltungsort. Die Kreuzeskirche befindet sich in Privatbesitz und ist dennoch Gottesdienstraum und ein öffentlicher Ort. Ein Kristallisationspunkt von Glaube, Wissenschaft und Kultur, von Wirtschaft und Gesellschaft.



Kreuzeskirche ist ein gleichberechtigtes Kooperationsprojekt
der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Altstadt, des Forum Kreuzeskirche e.V. und des Unperfekthauses

Die Terminverwaltung und viele andere Aufgaben werden übernommen vom
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